Lebensmittel Zeitung: Kompostierbare Alternative

Frankfurt/Oder, den 24.05.2019 - Bislang haben Verbraucher im Handel bei Kaffeekapseln die Wahl zwischen Plastik oder Aluminium. Das Start-up Unicaps aus Brandenburg möchte das ändern. Mit der Idee kompostierbarer Kapseln dringt das Unternehmen immer stärker in den Handel vor: "Mit Rewe haben wir erstmals eine nationale Listung erreicht", sagt Geschäfsführer und Gründer Dirk Tillmann gegenüber der LZ. Bei anderen Händlern wie dm, Globus oder Tegut ist das Unternehmen, das in Frankfurt an der Oder auch Tee-Kapseln für Nespresso- und Dolce-Gusto-Maschinen herstellt, schon länger gelistet.

Laut Tillmann sind die Bio-Kaffeekapseln unter der Marke My Coffee Cup sowohl für den Hauskompost geeignet als auch für den Industriekompost zertifiziert und leisten so einen Beitrag zur Müll- und CO2-Reduzierung. Um das zu kommunizieren, greifen die Brandenburger die großen Kapselhersteller an – unter anderem mit einem TV-Spot, der Kapselmüll anprangert. "Bei den großen Herstellern gibt es keine Bestrebung umzusteigen", meint Tillmann. 

"Böse Schreiben" aus der Kaffeebranche

Ein Blick auf die Neuheiten zeigt: Zuletzt kamen vor allem Kapselprodukte aus Aluminium auf den Markt. Verfechter dieses Materials führen die gute Recyclingfähigkeit und Luftdichtigkeit an. Während Aluminium-Vorreiter Nespresso von immer mehr Herstellern kopiert wird, sieht Tillmann gute Chancen, dass aus seinem Nischenprodukt künftig der Kapselstandard werden könnte. Gegenwind bekam der Gründer bereits in Form von "bösen Schreiben" aus der Kaffeebranche, in denen etwa die Verwendung des Begriffs "Bio-Kapsel" moniert wurde. Tillmann sieht den Zeitgeist auf seiner Seite und möchte "Genuss und Convenience nicht verteufeln, sondern beides mit gutem Gewissen verbinden".

Bislang scheint die Rechnung aufzugehen: Unicaps wächst rasant. In diesem Jahr will das 2016 gegründete Start-up auf 12 Mio. Euro Umsatz kommen und profitabel werden. Als nächstes plant Tillmann, gekühlten Fertigkaffee auf den Markt zu bringen, um die für Heißgetränke schwierigen Sommermonate auszugleichen. Zudem will der Unternehmer nach Österreich und der Schweiz weiter ins Ausland expandieren. Bis Jahresende soll ein Land wie Spanien, Frankreich oder die Niederlande hinzukommen. Die Pläne finanziert Unicaps durch den Verkauf von Unternehmensanteilen. Laut Tillmann stellten private Investoren kürzlich 5 Mio. Euro in einer Finanzierungsrunde zur Verfügung. Der Gründer hält mit mehr als 50 Prozent aber nach wie vor die Mehrheit am Unternehmen.

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Bernstein Group für UniCaps GmbH
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